Der Baum

Nackt, entbloesst vom sommerlichen Ich
Purzelbaeume tanzten seine Blätter, gelb und rot
nur sein Skelett nicht wich.

Am Ende blieb fuer’s Laub der Tod
Herbststuerme fegten durch’s Geäst,
Ueber Nacht der Regen kam
von bunten Blättern bleibt ein kleiner Rest
die Pracht ertraenkt, das Wasser nahm
die Lust am Tanz im Wind
schmutzig, schwer vom Matsch am Boden liegend
der Baum steht nackt und grau, weiss nicht, wo die Blaetter sind.

traeumt, wenn junges Gruen sich in Lueften wiegend
Voegel zwitschern, plustern ihr Gefieder
flattern hier und da vor Liebe blind, Zweiglein im Schnabel
dem Nestbau folgt, wie alle Jahre wieder
die Nachzucht, des Lebens Nabel.

Gegenwart laesst nichts Bedauern,
waehrend Sonne legt ein Glitzern ueber duerre Zweige,
laesst Eis und Schnee sich in Windwehen kauern,
Spitzmäuse knabbern suesse Beeren, gehen nie zur Neige;
Auch Voegel lieben sie im Kuhlschrank der Natur,
wenn gegorener Saft sie selig auf den Ruecken fallend,
Winter, Schnee, Sonne pur
der Baum er schweigt, wenn Voegel lallend.
taumeln von Zweig zu Ast,
ist froh,
wenn er goennt ihnen ihre Rast,
wenn er gebraucht wird, so oder so.

©dodo

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