Abschied – danke ABELAR

Zuerst ganz unbeachtet, irgendwie
wir fuehlten uns frei
Du mein Pferd schneller als die,
die dich nicht mehr wollte,
Europasiegertitel waren einmal,
mit anderen ueber die Wiese tollte,
sie die eins, die Gewinnsummen stahl
von gierigen Wettern, die dich nicht erkannten,
ohne Gewinn kein Leben fuer dich,
deine Fohlen nur Durchschnitt, nur langsam rannten.

Ich gab dir gern ein Zuhause als dein Ruhm verblich.
Weiss, wie es ist, wenn Du wirst nutzlos fur die meisten
ein Muster ohne Wert,
kannst nichts mehr leisten,
wenn die anderen machen kehrt.
Es heisst, Du bist alt,
sollst Dich nicht quälen
noch ein Winter sei viel zu kalt.

Ich kann es nicht anders waehlen.
Ach koennten wir doch beide leben,
wir beiden Alten,
koennten noch einmal unser Leben selbst verwalten.

dodo
067abelar26j2500

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About acdisla

Mit 20 Jahren war ich verheiratet und mit 28 Jahren hatte ich drei Töchter. Ih war eine gute Hausfrau und Mutter. Kochen, Waschen, Hausaufgaben mit den Kindern, kutschierte alle zu den Freizeitaktivitäten und, und und. Abends dann Befriedigung des Ehemanns. Mit 37 Jahren war ich am Ende. Drei Selbstmordversuche zeigten meine Verzweiflung. Geändert haben sie an meiner ehelichen Einöde nichts. Ich rettete mich durch Scheidung, lernte mit Feuereifer und fand einen interessanten, mich fordernden Beruf.Unterstuetzung gab mir eine neue Freundin. Die Rechnung fuer 17 Jahre ehelicher Vergewaltigung kam in Form eines Koma in dem eine meiner drei Töchter neben meinem Bett sass. Das folgende Jahr verbrachte ich im Krankenhaus und erholte mich langsam von einer fast ganzseitigen Lähmung, Verlust meiner Muttersprache und meiner Erinnerung. Halbwegs wieder intakt, bekam ich Multiple Sklerose. Nach einem langjährigen Versuch Kindern in einem Kuenstlerdorf Sport beizubringen, habe ich einen idyllischen Restbauernhof gekauft und ein Hotel fuer Hunde aufgemacht. Das wurde der grösste und erfolgreichste Spass in meinem Leben. Inzwischen fand ich in Finnland ein traumhaftes Zuhause. Auf 50 000 qm konnen wir und unsere Hunde so frei leben, wie wir es uns erträumt hatten. Mir hat die MS inzwischen einen elektrischen Rollstuhl beschert, was der Mobilität ganz neue Dimensionen gibt. Meine Gedanken habe ich hier teils in Reimen, teils in Prosa aufgeschrieben. Viel Spass beim Lesen.
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