Gomorrha 1943

Hamburg 1943
Mein Hamburg brennt
Ahornbaeume gluehen
recken feurige Zweige deren Spitzen graurot versengt
Die Familie flieht im VW unter grossen Muehen
Eine Frau lehnt tot gegen ihren Kuechentisch
Menschen trommeln panisch gegen Autoscheiben
da haengt noch PRESSE, dieser Wisch
der Vater unter Traenen will nicht helfend bleiben
der Kinder Leben steht auf dem Spiel,
brennende Leiber, tote Nachbarn ueberall
raus aus dem Inferno ist sein Ziel
Frauen giessen aus Eimern Wasser mit kleinem Schwall
Gomorrha wuetet, Sturm entfacht den Brand,
und die Mutter sagt den Kindern,” schliesst die Augen”,
singt “Maikäfer flieg,der Vater ist im Krieg,die Mutter ist im Pommerland.
und Pommerland ist abgebrandt.”
waehrend die Kinder diese Bilder fuer immer in ihre Seelen saugen,
©dodo
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About acdisla

Mit 20 Jahren war ich verheiratet und mit 28 Jahren hatte ich drei Töchter. Ih war eine gute Hausfrau und Mutter. Kochen, Waschen, Hausaufgaben mit den Kindern, kutschierte alle zu den Freizeitaktivitäten und, und und. Abends dann Befriedigung des Ehemanns. Mit 37 Jahren war ich am Ende. Drei Selbstmordversuche zeigten meine Verzweiflung. Geändert haben sie an meiner ehelichen Einöde nichts. Ich rettete mich durch Scheidung, lernte mit Feuereifer und fand einen interessanten, mich fordernden Beruf.Unterstuetzung gab mir eine neue Freundin. Die Rechnung fuer 17 Jahre ehelicher Vergewaltigung kam in Form eines Koma in dem eine meiner drei Töchter neben meinem Bett sass. Das folgende Jahr verbrachte ich im Krankenhaus und erholte mich langsam von einer fast ganzseitigen Lähmung, Verlust meiner Muttersprache und meiner Erinnerung. Halbwegs wieder intakt, bekam ich Multiple Sklerose. Nach einem langjährigen Versuch Kindern in einem Kuenstlerdorf Sport beizubringen, habe ich einen idyllischen Restbauernhof gekauft und ein Hotel fuer Hunde aufgemacht. Das wurde der grösste und erfolgreichste Spass in meinem Leben. Inzwischen fand ich in Finnland ein traumhaftes Zuhause. Auf 50 000 qm konnen wir und unsere Hunde so frei leben, wie wir es uns erträumt hatten. Mir hat die MS inzwischen einen elektrischen Rollstuhl beschert, was der Mobilität ganz neue Dimensionen gibt. Meine Gedanken habe ich hier teils in Reimen, teils in Prosa aufgeschrieben. Viel Spass beim Lesen.
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