Hilfe, die Fremden kommen

Hilfe, die Fremden kommen

Wir lieben unser täglich Einerlei
bumsen, pennen, malochen, futtern,
neugierig lauschen nachbarlicher Streiterei,
Schweinebraten sonntags bei Muttern
Dann Fussball, Glotze, Bier.
Kennen alle und jeden
Menschen sind wie unsereins hier

Verwechseln, so sagt man, mein und deins.
Vermummen sich ganz schwarz, sehen aus wie Raben.
von Minaretten Allahs Ruhm erschallt, so scheint’s
Schwarze Augen aus schmalen Schlitzen Furcht uns gaben
Mädchenbeine, offene Haare, Musik macht sie geil,
treten Hunde, unsere Freunde, die wir lieben.
Unsere Häuser brauchen Zäune, hoch und steil,
denn schuetzen muessen wir uns vor fremden Dieben.

Die Zeit vergeht. Ali ist nun Chef, Boss fuer vierzig Mann
Seine Kinder sprechen Deutsch, gehen mit unseren zur Schule
manchmal tauschen wir Rezepte, zeig der Frau, was sie nicht kann,
sind vielleicht doch nicht schlecht, akzeptieren sogar Schwule
Unser Land wurde bunter
lauter oft, Knofel riecht bis auf die Strasse
aber es geht bergauf. ihre Bräuche ziehen uns nicht runter,
ganz ehrlich mal, Kohl stinkt doch fuer sie im selben Maasse.

dodo

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