Hilfe, die Fremden kommen

Hilfe, die Fremden kommen

Wir lieben unser täglich Einerlei
bumsen, pennen, malochen, futtern,
neugierig lauschen nachbarlicher Streiterei,
Schweinebraten sonntags bei Muttern
Dann Fussball, Glotze, Bier.
Kennen alle und jeden
Menschen sind wie unsereins hier

Verwechseln, so sagt man, mein und deins.
Vermummen sich ganz schwarz, sehen aus wie Raben.
von Minaretten Allahs Ruhm erschallt, so scheint’s
Schwarze Augen aus schmalen Schlitzen Furcht uns gaben
Mädchenbeine, offene Haare, Musik macht sie geil,
treten Hunde, unsere Freunde, die wir lieben.
Unsere Häuser brauchen Zäune, hoch und steil,
denn schuetzen muessen wir uns vor fremden Dieben.

Die Zeit vergeht. Ali ist nun Chef, Boss fuer vierzig Mann
Seine Kinder sprechen Deutsch, gehen mit unseren zur Schule
manchmal tauschen wir Rezepte, zeig der Frau, was sie nicht kann,
sind vielleicht doch nicht schlecht, akzeptieren sogar Schwule
Unser Land wurde bunter
lauter oft, Knofel riecht bis auf die Strasse
aber es geht bergauf. ihre Bräuche ziehen uns nicht runter,
ganz ehrlich mal, Kohl stinkt doch fuer sie im selben Maasse.

dodo

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About acdisla

Mit 20 Jahren war ich verheiratet und mit 28 Jahren hatte ich drei Töchter. Ih war eine gute Hausfrau und Mutter. Kochen, Waschen, Hausaufgaben mit den Kindern, kutschierte alle zu den Freizeitaktivitäten und, und und. Abends dann Befriedigung des Ehemanns. Mit 37 Jahren war ich am Ende. Drei Selbstmordversuche zeigten meine Verzweiflung. Geändert haben sie an meiner ehelichen Einöde nichts. Ich rettete mich durch Scheidung, lernte mit Feuereifer und fand einen interessanten, mich fordernden Beruf.Unterstuetzung gab mir eine neue Freundin. Die Rechnung fuer 17 Jahre ehelicher Vergewaltigung kam in Form eines Koma in dem eine meiner drei Töchter neben meinem Bett sass. Das folgende Jahr verbrachte ich im Krankenhaus und erholte mich langsam von einer fast ganzseitigen Lähmung, Verlust meiner Muttersprache und meiner Erinnerung. Halbwegs wieder intakt, bekam ich Multiple Sklerose. Nach einem langjährigen Versuch Kindern in einem Kuenstlerdorf Sport beizubringen, habe ich einen idyllischen Restbauernhof gekauft und ein Hotel fuer Hunde aufgemacht. Das wurde der grösste und erfolgreichste Spass in meinem Leben. Inzwischen fand ich in Finnland ein traumhaftes Zuhause. Auf 50 000 qm konnen wir und unsere Hunde so frei leben, wie wir es uns erträumt hatten. Mir hat die MS inzwischen einen elektrischen Rollstuhl beschert, was der Mobilität ganz neue Dimensionen gibt. Meine Gedanken habe ich hier teils in Reimen, teils in Prosa aufgeschrieben. Viel Spass beim Lesen.
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