Der Luegner

Kannte mal einen, liebte ihn gar;
schenkte mir Kinder, ein Wunsch wurde wahr
er zog seiner Wege, mir war’s egal
die viele Arbeit angeblich, mir klang’s nur fahl.

Mit den Jahren aus Luegen wurden Romane
kunstvoll erdacht, begleitet oft von einer Fahne.
Das kraenkt, schmerzhaft oft, Träume starben
Meiner Kinder Liebe und ihr Lachen
liess mich immer weiter machen.

Sind Luegen die Garanten fuer das eine, mir gebliebene Leben?
Nein – meine Zukunft, nach der wollte ich streben;
keinen Druck mehr, keine seiner Märchen mehr ertragen
Hoffnung stieg in mir auf. Will nicht länger warten und klagen.
Ohne Trennung kein Morgen
mit Kraft und Zuversicht gegen des Alltags Sorgen.

Vieles gelang, manches nicht
nur die Zukunft hatte Gewicht.
Die Spinnenfäden seiner Luegen kleben, haften noch nach Jahren
nur langsam befreie ich mich, will mir Vergangenes ersparen.
Will nie wieder belogen werden, die Sucht nach Ehrlichkeit ist eine Gier
Siebzehn Jahre machten Narben, gehören wohl zu mir.

© dodo

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