Comfort

terasseimwinter1a

Comfort
grey and widely branched
fine twigs brave the wind
remember the green of birch leaves
the shimmering white of their stems
trying to reach the blue sky
framed by the intensive dark needle trees
quiet juice is waiting for new life
silent but trustful the grey tree
is standing white of snow
knowing his glamour will come back
© dodo
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The Tree

baum


Naked, bared from summer’s ego
leaves, red and yellow dancing somersaults
til only the tree’s skeleton stays.
Autumn storms blowing through branches
death waiting for the leaves.
Pouring rain swept them away
beautiful splendor now drowning in rain
leaves dropping one by one
no more joy of dancing
dirty leaves are covering the ground
naked the gray tree stands

Dreams are wandering back
green leaves moving softly in the wind
birds twittering, shaking their shiny feathers
blind with love jumping from twig to twig,
building busily their nest
for coming offspring.
Year by year it’s
the run of life, older than the tree
and summer passes by.
Presence never regrets
as long sunbeams are dancing over twigs and branches.

Too soon ice and snow let birds hide,
seeking for shelter of drafty wind
the fridge of nature offers goodies
shrews are nibbling from sweet berries
brewed so tasty under covering snow
juice lets drop them on their back
sunshine glitters diamonds in the snow.
The tree keeps silent when birds are drunk
tumbling, wobbling from twig to branch
enjoys to watch their game
happy to be useful from time to time.
©dodo

Irgendwie war ich immer “zu”……

too


Irgendwie bin ich immer “zu” ….
Erst bin ich “zu” klein,
um ueber die Strasse zu laufen, so ganz allein
dann bin ich “zu” gross,
um noch zu weinen, will zur Mutter auf den Schoss.
in der Schule bin ich “zu” faul
der Vater sagt, frueher gab’s dafuer eins auf’s Maul
Spaeter bin ich “zu” jung, um mich zu schminken
Erst recht “zu” jung fuer einen Freund, darf ihm zum Abschied nur noch winken
wenige Jahre später bin ich “zu” dick, um noch ‘nen Mann zu ergattern
danach bin ich “zu” laut, bin nur am Schnattern
bald bin ich “zu” alt und werd’ als alte Jungfer enden
dies Schicksal wird sich nicht mehr wenden
von Anfang an bin ich “zu” klein, “zu” jung, “zu” duenn,”zu” alt
“zu” dick und irgendwie nie richtig, dafuer wuetend bald.
Endlich will ich eine “zu” alte, “zu” dicke Frau mit einem “zu” jungen Freund sein,
ohne die “zu” schlauen Neider, denn dies ist das Glueck fuer mich ganz allein
© dodo

Moment

terasseimwinter1a


Moment
Fluechtige Bedeutung eines Augenblicks,
die in einem Wimpernschlag liegt.
kaum gedacht ist das Jetzt vorbei,
vergeht in der Vegangenheit,
fuer einen Moment erinnern wir uns
da war ein rundes, friedliches, unzerstörbares Glueck.
© dodo

Weihnachtszeit – Familienleben

Weihnachtszeit – Sehnsuchtzeit
Lebkuchenduft macht sich breit
Gedanken geh’n weit zurueck zu Kindertagen
Wie in Kriegszeiten mit Suessem fuellen den Magen?
Eltern zermartern sich den Kopf, suchen nach Ideen
was den Kindern geben, wenn sie vor dem Gabentisch stehen?
Das schoenste Geschenk bleibt in Erinnerung
Kinderbuecher, die Freunde gaben – nie wieder gab es so einen Freudensprung!
Fuer den Sohn gab’s vom Schwarzmarkt eine alte Trix im neuen Glanz
Der Vater auf dem Boden liegt und spielt mit seinem Sohn, dem Franz.
Weihnachtszeit – Familienleben

Kinderwuensche anno zweitausend und zwoelf sind reich an Zahl
der Weihnachtswunschzettel nicht gerade kahl
meist elektronisch, teuer und das, was alle haben
die Eltern verstehen nicht einmal, was sie gaben
zu technisch, zu modern, sie kauften nur das Beste
Falls sie irrten, nach dem Fest tauschen sie die Reste.
Hoffen, dass ihr Einzelkind wird zufrieden sein,
denn fuer die Elektronik ist ihr Verstand zu klein
Mutter kann nicht kochen,wie so viele. Wozu gibt es Mikrowelle?
Der Supermarkt hat alles. Sie braucht nur noch Teller, Messer, Gabel, Loeffel, Kelle.
Weihnachtsstimmung – Familienleben
© dodo